Empfehlungen der Reform-Kommission im Praxis-Check

Zusammenfassung

Mit Ausnahme der Auslegung der Forde­rung „Erst planen, dann bauen“ und der Glaubensfrage für oder wider Kumulativ-Vergaben ist zusammenfas­send festzustellen, daß die Empfehlungen der Reformkommission in erfolgreichen Projekten ohnehin bereits überwiegend Anwendung gefunden haben. Sensationelle Neuerungen hat die Kommission jedenfalls nicht auf den Weg gebracht, Anwendungshem­mnisse sind folglich auch nicht erkennbar.

Aus Sachverständigen-Sicht liegt das eigentliche Kapital des Abschlußberichts darin, daß eine kleine Zahl handverlesener, hochkarätiger Fach- und Führungskräfte aus der gesamten Republik eine einheitliche, von Branchen-, Verbands- oder Politikinteressen unabhängige Gesamtsicht und -vorgehensweise für erfolgreichere Projekte entwickelt haben. Gerade auf unwegsamem politischen Terrain haben Entscheider jetzt einen Leitfaden, der gewisser Maßen als „best-practice“ bzw. allgemein anerkannte Regeln der Projektdurchführung („Governance“) zu verstehen ist. Wer dann immer noch dagegen handelt („Compliance“) läuft schnell Gefahr, sich dem Vorwurf fahrlässigen Handelns auszusetzen.

1. WVPM

Präsident
Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß

1. Vorsitzender
Prof. Dr. Klaus Eschenbruch
2. Vorsitzender
Prof. Dr.-Ing. Florian Kluge

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